Archiv der Kategorie 'Hartz IV'

Hartz IV und das gesellschaftliche Geschlechterverhältnis

Eine gemeinsame Veranstaltung der IWW – Industrial Workers of the World Bremen und des BEV – Bremer Erwerbslosenverband

Minijobs, prekäre Arbeitsverhältnisse, Leiharbeit, niedrige Löhne, Hartz IV – das sind einige der zentralen Formen von Kapitalismus, sozialer Ungleichheit und Armut seit der Agenda 2010.

Und egal zu welchem dieser Bereiche aktuelle Statistiken erscheinen: Frauen*, Alleinerziehende und Menschen „mit Migrationshintergrund“ sind ganz sicher überdurchschnittlich vertreten. Hier zeigt sich ganz konkret, dass Kapitalismus, Patriarchat, Rassismus eng zusammen hängen und sich ausgezeichnet stützen, ergänzen und verstärken.


Veranstaltung:
Dienstag, 31.3.2015, 20 Uhr
im „Resonanz“ (Hohentorsheerstr. 24)


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8,50 Euro Mindestlohn – Hartz IV ist gewiss

Am 1. Januar 2015 ist es soweit: Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro kommt. Es gibt viele Ausnahmen extra für Zeitungszusteller/innen, Menschen unter 18 Jahren, Azubis, ausbildungsbegleitende Praktika und für Langzeitarbeitslose.
Der DGB sieht im Mindestlohn eine wichtige Komponente für fairen Lohn und gute Arbeit. Die Bundesregierung sieht die Würde in der Arbeit wiederhergestellt.
An der betrieblichen Ausbeutung wird der Mindestlohn nichts ändern. Die Unternehmen planen umfangreiche Maßnahmen sich schadlos zu halten, so etwa die Einstellung von billigen Auszubildenden oder die Ausweitung von unbezahlten Überstunden. Wehren müssen wir uns selbst – es hilft kein Gesetz. (mehr…)

Willkür mit MinijobberInnen

Jeder/r kennt sie, die Reinigungskette Krogmann. In zahlreichen Filialen und in der zentralen Wäscherei sind insgesamt ca. 20 Menschen beschäftigt – zu einem großen Teil aufgestockte Minijobber/innen. Aufgestockt heißt, dass in der Realität deutlich mehr gearbeitet wird als der Lohnzettel ausweist. Der Rest, oberhalb der Minijobgrenze, wird vom Chef bar ausgezahlt – zur Vermeidung von Sozialabgaben und mit dem Ziel, Gewinne zu maximieren. Das geht auf Kosten der Kolleg/innen – die deshalb weniger Rentenansprüche und Ansprüche aus gesetzlichen Krankenkassen haben. (mehr…)